Charity Vorstellung: more4bees

Charity Vorstellung: more4bees

Alexander Zuzzi  Alexander Zuzzi ist der 
Gründer von WELTFREUND  

 

 Frank Möllmann

   Frank Möllmann 
   more4bees

Ein weiteres sehr wichtiges Thema, das unsere WeltfreundInnen im Zuge unserer Umfrage für ein neues Armband ausgewählt haben, ist der Schutz der Bienen. Als Partner für das Armband konnten wir den Imker Frank Möllmann mit seiner Initiative more4bees gewinnen. Möllmann, der Weltfreund seit einigen Jahren privat mit seinem Handgelenk unterstützt, erzählt uns in diesem Interview mehr über seine Arbeit für die Bienen:

WELTFREUND: Welche Ziele verfolgst du mit more4bees?

FRANK MÖLLMANN: Ich arbeite zur Zeit an mehreren Projekten und möchte damit auf die Wichtigkeit von Wild- und Honigbienen aufmerksamen machen, für die vielen Zusammenhänge in der Natur sensibilisieren und meine Faszination von Bienen weitergeben, um so Ängste zu nehmen oder zu mindern. 

Langfristig möchte ich gerne ein sprichwörtliches „Bienenhaus“ erstellen, bei dem sich Naturfreunde Anregungen für bienenfreundlich Gärten holen können, die Imkerei noch intensiver erleben- und die Prozesse sehen und nachvollziehen können die nötig sind, bis so wertvolle Produkte wie Honig, Propolis oder auch Bienenwachs fertig sind. 

Auch soll langfristig mit Vorträgen und Exkursionen für angehende Imkerinnen und Imker, Bieneninteressierte und Naturbegeisterte die Faszination rund um Wild- und Honigbienen weitergegeben- und verschiedene Möglichkeiten und Alternativen aufgezeigt werden. 

Getreu unserem Leitsatz „Für eine bessere Bestäubung und Honig aus der Region“ erfolgt zudem auch weitere Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise das Anlegen eines Naturschaugartens, indem sich Jung und Alt über Wild- und Honigbienen erkundigen können, die Einrichtung von Insektenhotels und Schaukästen an einer bekannten Wanderstrecke, sowie das Verteilen von bienen- und insektenfreundlichen Saattütchen. Dies alles sind nur ein paar Beispiele, die dabei helfen sollen, meine Faszination anderen zu vermitteln und so zu begeistern. 

Honig- und Wildbienen werden von more4bees durch zahlreiche Maßnahmen geschützt und gefördert © MORE4BEES

Honig- und Wildbienen werden von more4bees durch zahlreiche Maßnahmen geschützt und gefördert © MORE4BEES

WELTFREUND: Warum ist der Schutz der Bienen gerade heutzutage von großer Wichtigkeit?

FRANK MÖLLMANN: Das ist eine gute und wichtige Frage. Es gibt zu dem Thema viele Informationen. Manche sind schlicht Unfug, andere wiederum sind richtig und wichtig.

Wir haben in Mitteleuropa noch etwa 560-580 verschiedene Bienenarten, worunter z.B. Hummeln, Hornissen, Grabwespen, verschiedene Mauerbienen oder auch Blattschneiderbienen gehören. 

Leider sind davon mehr als ein Drittel stark bedroht oder vom Aussterben bedroht. Auch die Honigbienen würden ohne die Betreuung und Pflege durch Imkerinnen und Imker, durch von Menschen eingeschleppte Parasiten innerhalb weniger Jahre eingehen. 

Durch das Fehlen der Bestäubung durch die Insekten wäre ein großer Teil unserer Lebensmittel nicht vorhanden oder nicht mehr in gewohnter Form zugänglich.

Es ist ja nicht nur das offensichtliche Obst und Gemüse: auch viele Lebensmittelzubereitungen wie beispielsweise Fruchteis, Pizza (Tomaten und Gemüse) oder auch ein guter Fruchtjogurt, wären so nicht mehr vorhanden. Darüber hinaus sind nicht nur Lebensmittel direkt oder indirekt von der Bestäubung abhängig, sondern auch Medikamente sowie Produkte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen davon betroffen. Vielen Menschen ist diese Tragweite nicht bewusst. Jeder einzelne sollte dementsprechend seine Natur bewusst wahrnehmen. Dabei nützt es nicht, über andere schlecht zu reden. Vielmehr sollte miteinander geredet werden. Es ist auch nicht hilfreich, über den vermeintlich „bösen“ Landwirt zu meckern der Spritzmittel ausbringt oder den Nachbarn der dem „Unkraut“ oder den Insekten im Garten mit Spritzmitteln zu Leibe rückt. Der Verbraucher im Supermarkt kann darauf Einfluss nehmen und vielleicht kann ich ja auch mal mit dem Landwirt oder Nachbarn reden...

WELTFREUND: Du sicherst und renaturierst Ackerflächen, um den Lebensraum von Bienen und anderen Insekten zu schützen. Kannst du uns mehr darüber erzählen?

FRANK MÖLLMANN: Gerne! Ja genau, durch langfristige Pacht entsteht dort eine artenreiche Oase, welches die die Biodiversität stärkt. Es ist eine kosten- und zeitintensive Aufgabe, aber wer einen Baum pflanzt und sich an dessen Blüten und Früchte nicht erfreuen kann, der ist sich der Wichtigkeit der Natur bewusst. 

Es werden dort immer wieder junge Bäume, verschiedenste Stauden und Hecken gepflanzt, da diese in Folge von Verbiss, also dem Anknabbern der Rinde durch Hasen oder Rehe teilweise beschädigt werden und eingehen. Es gibt also immer etwas zu tun ;o) 

Es ist halt Natur und gehört ja irgendwie zusammen. Zahlreiche Vögel tummeln sich in den renaturierten Ackerflächen und Grünstreifen. Bienen und andere Insekten bilden dabei deren Nahrungsgrundlage. Hasen und Rehe wiederum brauchen Gräser, Bäume und Kräuter. Für deren Verbreitung werden unter anderem Bienen und anderen Insekten gebraucht. Die Ausscheidungen aller Tiere bilden den Dünger...es ist also ein wichtiger Kreislauf bei dem nicht einzelne Tierarten isoliert betrachtet werden können.

Frank Möllmann unterstützt Wildbienen mit Nisthilfen und renaturiert Ackerflächen © MORE4BEES

Frank Möllmann unterstützt Wildbienen mit Nisthilfen und renaturiert Ackerflächen  © MORE4BEES

WELTFREUND: Was kann jeder einzelne von uns beitragen, um die Bienen zu schützen?

FRANK MÖLLMANN: Wenn jeder nur eine insektenfreundliche Pflanze setzt, wäre dies schon ein wichtiger Schritt. Es gibt ja viel schöne und auch pflegeleichte Blumen (z.B. Sonnenblumen, Flieder, Glockenblumen oder Lavendel), die zudem auch schöner anzusehen sind als diese immer mehr in Mode kommenden Gärten in Steinwüstenoptik - sprich diese Schottergärten. So verschwinden immer mehr wichtige Lebensräume und wir sollten versuchen dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Ich kann auch schöne naturnahe Steingärten für Flora und Fauna anbieten und so wichtige Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Tieren, wie Eidechsen anbieten.

Da summt's: Bienen im Anflug auf einen der Bienenstock von more4bees © MORE4BEES

Da summt's: Bienen im Anflug auf einen der Bienenstock von more4bees © MORE4BEES

WELTFREUND: Wie kann man die Arbeit von more4bees am besten unterstützen?

FRANK MÖLLMANN: Darf ich die Frage etwas anders stellen: wie kann ich die Arbeit rund um more4bees unterstützen? Ich finde es gibt kein „am besten“, da es viele Möglichkeiten und Alternativen gibt und jede Unterstützung richtig und wichtig ist. Direkte finanzielle Unterstützung, z.B. über meine Internetseite und den dort vorhandenen Spendenbutton oder über einen der Affiliate-Links. Darüber kann jeder seinen Einkauf beim jeweiligen Händler machen und more4bees bekommt quasi eine kleine Vermittlungsprovision, die je nach Artikel und Einkauf anders ist. Wichtig ist, dass der Einkauf dadurch nicht teurer wird. So kann jeder mit seinem Einkauf, z.B. über den Amazon-Button more4bees unterstützen – und dieses ganz ohne Zusatzkosten. 

Ich bekomme auch immer wieder junge Bäume, Hecken usw. die immer Verwendung finden um Wildschäden auszubessern oder neue Oasen anzulegen. Die schönste Möglichkeit bilden natürlich die Weltfreund-Armbänder: durch den Kauf der Armbänder werden die jeweiligen Projekte unterstützt, Trägerinnen und Träger des Armbands werden somit also stets an ihre gute Tat erinnert.

 

WELTFREUND unterstützt more4bees

Vielen Dank an Frank Möllmann für das aufschlussreiche und interessante Interview. Unsere "Rettet die Bienen" Armbänder sind seit kurzem in unserem Shop erhältlich und unterstützen die wertvolle Arbeit von more4bees.

Hier findest du die Links zu den WELTFREUND Armbändern, die in den Farben der Bienen gehalten sind:

Rettet die Bienen ClassicRettet die Bienen PerlenRettet die Bienen geflochtenRettet die Bienen Set


Fotocredits: Titelbild - © more4bees

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