Jebel Akhdar – Bergige Abkühlung im Land der Wüste
Highlights
- Wandere durch Omans spektakuläre Canyon-Landschaft
- Genieße Prinzessin Dianas Ausblick im Infinity Pool
- Lass dich vom süßen Geruch der Damascus Rose verzaubern
- Erkunde verlassene Dörfer und wildromantische Wadis mit natürlichen Swimmingpools
Der Jebel Akhdar (manchmal auch Jabal Akhdar oder Al Dschabal Al Achdar geschrieben) ist ein etwa 300 km langer Gebirgszug im Hadschar Gebirge, der die fruchtbare Küstenregion des Omans vom kargen Hinterland trennt. Hier liegt mit dem 3.009 Meter hohen Jebel Shams (auch Dschabal Schams) der höchste Berg im Oman.
Durch die Höhenlage ist es im Gebirge, das 2011 zum Naturreservat erklärt wurde, das ganze Jahr über etwa 15 Grad Celsius kühler als in der Küstenregion des Omans. Kein Wunder, dass gerade im Sommer viele Einheimische vor der unerträglichen Hitze und Trockenheit in diese wildromantische Bergregion fliehen. Besonders seitdem das auf 2.000 Meter Seehöhe liegende Saiq Plateau vor einigen Jahren durch eine Straße mit der Außenwelt verbunden wurde, erfreut sich der Jebel Akhdar auch bei Touristen immer größerer Beliebtheit.
Am „Grünen Berg”, wie der Jebel Akhdar auf Deutsch heißt, werden in Terrassenform Granatäpfel, Walnüsse, Pfirsiche und Damaszener Rosen angebaut. Doch dem Rest des Kalksteingebirges fehlt das namensgebende Grün fast zur Gänze. Dafür können sich Hobbypaläontologen über zahlreiche Fossilien freuen, da das Gebirge vor Äonen unter der Meeresoberfläche lag.
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Inhaltsverzeichnis
Nachhaltige Hotels & Unterkünfte am Jebel Akhdar buchen
Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

9,1
4,7
5,0
Als Lady Di im Jahr 1986 den Jebel Akhdar besuchte und von der monumentalen Aussicht begeistert war, musste sie noch mit dem Helikopter landen, da es noch keine Straßenverbindung zum Saiq Plateau gab und ein Ritt auf einem Esel über schmale Bergpässe wohl nicht standesgemäß gewesen wäre.
30 Jahre später wurde auf genau diesem Felsvorsprung das Luxusresort Anantara Al Jabal Al Akhdar errichtet. Heute können Gäste des 5-Sterne-Etablissements Dianas Ausblick vom Infinity Pool aus genießen. Wer mehr Nervenkitzel sucht, kann sich direkt vor dem Resort über die Felskante in das darunter liegende Wadi abseilen lassen.
Das Anantara nimmt übrigens am UNESCO-Programm für nachhaltiges Reisen teil und ist nach Green Growth 2050 zertifiziert. Somit erfüllt es die globalen Kriterien für nachhaltigen Tourismus.
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Alila Jabal Akhdar ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

9,2
4,7
5,0
Noch weiter oben in den Bergen liegt das Alila Jabal Akhdar, das damit eines der höchst gelegenen Luxushotels der Welt ist. Neben der phänomenalen Aussicht, bezaubert das Hotel durch seine Architektur. Die Gebäude wurden aus dem Kalkstein der Region im Stil omanischer Festungen errichtet.
Vom Hotel aus starten Wanderwege und Klettersteige durch die zerklüftete Felslandschaft. Auch für Sternengucker bietet das Hotel ein besonderes Erlebnis: Auf über 2.000 m Seehöhe und ohne Lichtverschmutzung können sie mit freiem Auge oder durch Teleskope, die vom Hotel bereitgestellt werden, einen klaren Sternenhimmel bewundern, wie kaum an einem anderen Ort der Welt.
Das Alila Jabal Akhdar hat sich einer umweltfreundlichen Zukunft und dem Erhalt der natürlichen Schönheit der Region verschrieben und ist als nachhaltiges Gebäude mit dem LEED-Zertifikat ausgezeichnet.
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Roses House Oman

9,0
5,0
Wenn du es etwas kostengünstiger und ursprünglicher haben möchtest, aber nicht auf die atemberaubende Aussicht verzichten willst, empfehlen wir die Privatunterkunft Roses House Oman. Sie liegt nur wenige hundert Meter vom Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort entfernt, im pittoresken Rosendorf Al Aqr, umgeben von Obst- und Rosenterrassen.
Die Unterkunft erfüllt die Kriterien für nachhaltiges Reisen, indem sie Plastik vermeidet, wassersparende Maßnahmen ergreift und die lokale Bevölkerung und Wirtschaft unterstützt. Direkt von der Unterkunft aus startet der Rosenwanderweg, der an grünen Terrassen vorbei in das idyllische Dorf Al Ain führt.
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ÖKO TIPP
Der „Grüne Berg“, wie Jebel Akhdar auf Deutsch heißt, ist in Wirklichkeit gar nicht so grün. Die Landwirtschaft in dieser kargen Gegend ist nur durch ein ausgeklügeltes System von Bewässerungskanälen möglich, die die terrassenförmig angelegten Granatapfel-, Rosen- und Pfirsichplantagen mit Wasser versorgen. Bitte achte bei deinem Aufenthalt darauf, sparsam mit dem kühlen Nass umzugehen.
Aktivitäten im Jebel Akhdar Gebirge
Wandere durch die wild zerklüftete Landschaft
Die Nummer eins Aktivität im Jebel Akhdar Gebirge ist das Wandern. Du findest zahlreiche Wanderwege für alle Schwierigkeitsgrade.
Wir empfehlen zum Beispiel den Lost Village Hike, der in der Nähe des Alila Jabal Akhdar Hotels startet und durch ein Wadi zu einer Reihe von natürlichen Swimmingpools führt, die gerade im Sommer eine willkommene Abkühlung bringen.
Der Weg führt auch an einem verlassenen Dorf vorbei und mit etwas Glück triffst du freundliche Bergziegen, die dir den Weg durch Omans Berge weisen.

Das grüne Wadi Bani Habib
Im Wadi Bani Habib findest du ebenfalls ein verlassenes Lehmdorf. Eine steile Treppe führt vom kargen Saiq-Plateau in das grüne Wadi voller duftender Granatäpfel- und Pfirsichbäume.
Von dort aus erreichst du nach einem 10-minütigen Aufstieg das aufgegebene Dorf. Sei aber bitte vorsichtig, da die Lehmhäuser teilweise von den Gezeiten schwer beschädigt sind und einsturzgefährdet sein können.
Alles rund um die Damascus Rose
Mit etwas Glück findet dein Besuch am Jebel Akhdar ja im März oder April statt. Zu dieser Zeit ist die berühmte Damascus Rose in voller Blüte und du kannst zwischen den Dörfern Al Ain und Al Aqr durch wohlduftende Rosengärten wandeln.
In den Dörfern findest du auch traditionelle Destillerien, in denen das begehrte Rosenwasser hergestellt wird.
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Anreise auf das Saiq Plateau, Jebel Akhdar
Der nächstgelegene internationale Flughafen, um den Jebel Akhdar zu erreichen, ist der Flughafen Maskat (MCT). Hier kannst du deinen Flug planen:
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Von Muscat aus erreichst du die Saiq-Hochebene nach einer zweistündigen Autofahrt. Doch Vorsicht: Auf den letzten kurvenreichen und steilen Kilometern zum Plateau herrscht Allradpflicht und die Polizei kontrolliert alle Fahrzeuge und Fahrzeugpapiere an einem Checkpoint.
Um nicht kurz vor dem Ziel abgewiesen zu werden, achte deshalb bei der Buchung deines Mietwagens darauf ein 4WD Auto zu reservieren.
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Alternativ kannst du dich von einem Fahrer auf das Saiq-Plateau chauffieren lassen und so entspannt die atemberaubenden Aussichten genießen.
Wenn du keine Zeit zum Übernachten am Jebel Akhdar hast, kannst du auch hier eine Tagestour von Maskat aus buchen:
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Sehenswertes in der historischen Umgebung des Jebel Akhdar
Die Oasenstadt Nizwa

Unser Tipp wäre, deinen Besuch am “Grünen Berg” mit einem Aufenthalt in der alten Oasenstadt Nizwa zu kombinieren. Wer sich für die Geschichte des Oman interessiert, ist hier genau richtig.
Nizwa war bis ins 12. Jahrhundert und ab dem 17. Jahrhundert wieder zeitweise die Hauptstadt und das religiöse Zentrum des Omans. Zu dieser Zeit wurde auch das Nizwa Fort mit seinem monumentalen Hauptturm errichtet. Das Bollwerk mit seinen Kanonen, Zinnen und Falltüren ist heute ein Museum.
Auch der angrenzende Souk (dt.: Markt) ist einen Besuch wert. Hier findet man viele Köstlichkeiten, aber auch Souvenirs wie Silberschmuck und Handschars (Omanische Krummdolche).
Die Stadt ist auch eine gute Ausgangsbasis für Ausflüge in die Geschichte und die Natur des Omans.
Nizwa Heritage Inn

8,2
4,4
4,0
Die Auswahl an nachhaltigen Unterkünften in Nizwa ist leider noch etwas dürftig. Das Nizwa Heritage Inn hat jedoch erste Maßnahmen ergriffen, um ein umweltfreundlicheres Reiseerlebnis zu bieten. Neben der sehr zentralen Lage, die nur 100 m vom Souk und 400 m vom Fort Nizwa entfernt ist, ist vor allem der traditionelle omanische Stil des revitalisierten historischen Gebäudes und seiner Zimmer hervorzuheben.
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Alle Top umweltbewussten Hotels in Nizwa und umfassende Hotel Reviews findest du hier.
Birkat Al Mauz

Am Fuße des Jebel Akhdar gelegen, kannst du in Birkat al Mauz durch weitläufige Dattel- und Bananenhaine streifen.
Eine Besonderheit, die du hier findest, ist der Faladsch (auch Falaj) Al Kathmain. Die Afladsch (Mehrzahl von Faladsch) sind bis zu 1.500 Jahre alte Bewässerungskanäle, die Landwirtschaft in der regenarmen Wüstenlandschaft ermöglichen.
Der Faladsch Al Kathmain in Birkat Al Mauz zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Festung von Bahla

Eine gute halbe Stunde Fahrt von Nizwa entfernt liegt ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe: die imposante Festung von Bahla.
Das Fort wurde vermutlich zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert vom Nabhani-Stamm errichtet, der zu dieser Zeit den lukrativen Handel mit Weihrauch kontrollierte.
Die Oasenstadt Bahla selbst ist von einer zwölf Kilometer langen und 5 Meter hohen Stadtmauer umgeben.
Nach mühevollen Restaurierungsarbeiten mittels traditioneller Methoden konnte die vom Verfall bedrohte Festung gerettet und 2014 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Bienenkorbgräber von Bat, Al Khutm und Al Ayn

Weiter nördlich befindet sich die dritte UNESCO-Weltkulturstätte in der näheren Umgebung von Nizwa.
Die Bienenkorbgräber und anderen Strukturen aus dem dritten Jahrtausend vor Christus mögen auf den ersten Blick unscheinbar wirken, sind aber als Zeugnisse der Menschheitsgeschichte umso bedeutsamer.
Es handelt sich nämlich um die besterhaltenen Beispiele von bronzezeitlichen Siedlungen und Nekropolen weltweit.
Jebel Shams

Schließlich bietet sich Nizwa auch als Ausgangspunkt für eine Besteigung des höchsten Berges im Oman an. Die Fahrt zum Gipfel des Jebel Shams dauert etwa zwei Stunden.
Auf dieser Route ist Allradantrieb zwar keine Pflicht, aber für die letzten Kilometer durchaus empfehlenswert. Die Besteigung des „Sonnenberges“, wie der Jebel Shams auf Deutsch heißt, ist für jeden halbwegs geübten Wanderer problemlos möglich.
Allerdings ist der höchste Gipfel des Omans leider militärisches Sperrgebiet, daher ist nur der etwas niedriger liegende Südgipfel des Jebel Shams erreichbar.
Viel spektakulärer als der Gipfel selbst ist aber sowieso der atemberaubende Ausblick über den Wadi Ghul, den “Grand Canyon” des Oman.
SAMA Heights Resort, Jebel Shams

8,2
4,1
Das SAMA Heights Resort ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Südgipfel des Jebel Shams. Der W4-Wanderweg beginnt direkt am Hotel und dauert etwa 4 Stunden. Das umweltfreundliche Hotel bietet verschiedene Zimmerkategorien, ein rustikales Restaurant mit regionalen Bio-Produkten und traditionellen omanischen Tänzen. Neben Wandern gibt es auch Mountainbike-Routen, für die das Hotel wertvolle Tipps bietet.
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Karte für deinen nachhaltigen Urlaub in den Bergen im Oman

Wir hoffen, du hast diesen Guide für einen nachhaltigen Urlaub in den Bergen des Omans hilfreich gefunden. Hier findest du alle unser Artikel über umweltfreundliche Reisen in den Oman.
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