Peru

Nachhaltige Reise zum Ursprung des Amazonas in Peru

Der Amazonas in Peru – Artenreiche Lunge der Erde

Highlights

  • Erlebe den Geburtsort des mächtigen Amazonas Flusses
  • Lebe, jage und nimm “Froschdrogen” mit dem Stamm des Jaguars 
  • Schwimme mit pinken Delfinen und Piranhas in ihrem natürlichen Flusshabitat
  • Beobachte hunderte Ara Papageien, wie sie an Lehmwänden lecken

Was fällt dir ein, wenn du an Peru denkst? Die meisten haben wohl ein Bild von Machu Picchu, den Anden und Lamas vor Augen. Doch tatsächlich sind fast zwei Drittel des Landes vom üppigen Amazonas Regenwald bedeckt. Der artenreichste Urwald der Welt ist spärlich besiedelt und bietet unendliche Möglichkeiten für abenteuerlustige und naturliebende Reisende.

Für nachhaltige Reisende, die den Dschungel von Peru verantwortungsbewusst kennenlernen möchten, gibt es zwei Hotspots. Zum einen sind dies die Schutzgebiete um die Amazonas-Metropole Iquitos im Norden von Peru und zum anderen die Nationalparks im Süden nahe der Grenze zu Bolivien. In diesem Artikel möchten wir euch diese wunderschönen Destinationen in Peru näher vorstellen. Wir beginnen mit dem größten Naturschutzgebiet Perus: der Reserva Nacional Pacaya Samiria.

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Reserva Nacional Pacaya Samiria

Peruanischer Amazonas: Pacaya Samiria - der Jungle der Spiegel

Die Omagua ist der niedrig gelegene Regenwald Perus, der sich besonders durch schlängelnde Flüsse (Mäander), Sumpfgebiete und Lagunen kennzeichnet. Das Schutzgebiet Pacaya Samiria umfasst 20.000 km² dieses besonders artenreichen Dschungels und ist somit nach der Estação Ecológica Grão-Pará in Brasilien das zweitgrößte Naturschutzgebiet im gesamten Amazonasbecken. Seinen Namen hat dieses Naturreservat von den beiden Flüssen Pacaya und Samiria, die sich durch das Schutzgebiet schlängeln.

Zwei andere Flüsse machen die Reserva Nacional Pacaya Samiria zu einem ganz besonderen Ort. Denn im Nordosten des Schutzgebiet treffen der Marañón und der Ucayali zusammen: Es kommt zur Nacimiento del Rio Amazonas – der Geburt des mächtigen Amazonas-Flusses. 

In diesem fruchtbaren Gebiet, das Heimat einer Vielzahl von indigenen Stämme ist, kannst du ein Drittel aller im Amazonas-Regenwald bekannten Tierarten finden. Zoologen konnten in Pacaya Samiria 527 Vogelarten, 132 Säugetierarten, 150 Reptilien– und Amphibienarten und 269 Fischarten identifizieren.

Ein paar prominente Beispiele der Artenvielfalt im Amazon Dschungel von Pacaya-Samiria sind:

  • Jaguar
  • Puma
  • Tapir
  • Anakonda
  • Amazonas-Manati
  • Schwarzer Kaiman
  • Piranha
  • Riesenotter
  • Scharlachara
  • Rotgesichtklammeraffe

Doch der wohl ikonischste Vertreter der Fauna ist der Amazonasdelfin, der aufgrund der rosa Färbung älterer Tiere auch Pink River Dolphin genannt wird. Eventuell hast du bei deinem Besuch der kleinen Lagunen und ruhigen Flussarme im Pacaya Samiria Reservat sogar die Chance, mit diesen faszinierenden Säugetieren zu schwimmen. Die Delfine sind nämlich sehr neugierig und bekannt dafür, sich Schwimmern zu nähern, um Hallo zu sagen. Aus Respekt für die Wildtiere solltest du aber auf keinen Fall versuchen, die Initiative zu ergreifen und dich von dir aus den Tieren zu nähern oder sie zu berühren. 

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Besuch im Pacaya Samiria Nationalpark?

Die Antwort auf diese Frage hängt ganz von deinen Vorlieben ab. Denn Pacaya Samiria durchläuft einen natürlichen Zyklus von Hoch- und Niedrigwasser, der das Gesicht des Regenwaldes entscheidend prägt.

Hochwasser: Von Oktober bis April gibt es starke Regenfälle, die die Flusssysteme im Reserva Nacional Pacaya Samiria über die Ufer treten lassen und den Regenwald überfluten. Wegen der beeindruckenden Reflexionen während dieser Periode trägt Pacaya Samiria auch den Beinamen “Jungle der Spiegel”. Der Vorteil einer Reise zu dieser Zeit ist, dass du dank des Anschwellens des Wassers tiefer mit dem Boot in das Herz des Naturreservats vordringen kannst. Außerdem steigen die Chancen einer großen Zahl an Regenwaldbewohnern zu begegnen, da die Dichte an Tieren auf den schrumpfenden Festlandflächen zunimmt. Jedoch musst du zu dieser Jahreszeit jederzeit mit starken Wolkenbrüchen rechnen.

Niedrigwasser: Von Mai bis September nehmen die Regenfälle ab, was zum stetigen Fallen des Wasserspiegels führt. Der Tiefstand wird im August jedes Jahres erreicht. Durch den Rückgang des Wassers kommen Flussinseln und Landzungen zum Vorschein, die während des Hochwassers geflutet sind. Diese werden von Schildkröten und anderen Tieren zur Eiablage genutzt. Bei einem Besuch zur Zeit des Niedrigwassers ist es dir möglich, ausgedehnte Expeditionen auf das Festland vorzunehmen. Allerdings musst du damit rechnen, weniger Landbewohner zu sehen, da die Tiere sich nun wieder auf einer größeren Fläche ausbreiten können. Das Gegenteil gilt jedoch für Fische, Delfine, Manatees und andere Wasserlebewesen. Diese müssen sich nun geschrumpfte Wasserläufe, Lagunen und Seen teilen, was zu einer immensen Konzentration an Lebewesen führt.  

Wie komme ich zum Pacaya Samiria Nationalpark?

Die Basis für Expeditionen in den Pacaya Samiria Nationalpark und den peruanischen Teil des Amazonas-Flusses ist Iquitos, die Hauptstadt der Region Loreto. Iquitos war einst eine Kautschuk-Metropole und ist die größte Stadt der Welt, die keine Straßenverbindung zur Außenwelt hat. 

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, um nach Iquitos zu gelangen: per Flugzeug oder per Frachtboot.

Flüge nach Iquitos sind von Perus Hauptstadt Lima (LIM) oder den Regionalflughäfen Pucallpa (PCL) und Tarapoto (TPP) aus verfügbar.

Flug von Europa nach Iquitos

Der nächstgelegene internationale Flughafen, um die Reserva Nacional Pacaya Samiria zu erreichen, ist der Flughafen Lima (LIM). Hier kannst du deinen Flug planen:

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Von Lima aus gibt es einen regelmäßigen Inlandsflug nach Iquitos (IQT):

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Per Frachtboot nach Iquitos

Wenn du mehr Zeit für deine nachhaltige Reise durch Peru zur Verfügung hast und auf der Suche nach Abenteuern bist, gibt es eine umweltschonende und preisgünstige Alternative zum Inlandsflug nach Iquitos: die Reise per Frachtschiff.

Die Schiffe starten täglich von den Häfen der Quellflüsse des Amazonas in Richtung Iquitos und benötigen zwischen drei und vier Tagen, um die Strecke zurückzulegen. Wenn du von der Westküste Perus aus startest, empfiehlt sich das Frachtschiff, das in Yurimaguas ablegt und über die Flüsse Huallaga und Marañón fährt. Wenn deine Reise weiter südlich in Peru beginnt, solltest du in Pucallpa ablegen und über den Ucayali-Fluss Richtung Iquitos reisen.

Auf den Frachtschiffen gibt es die Möglichkeit, eine Kabine mit Stockbetten zu buchen oder in einer Hängematte auf Deck zu übernachten. Die Hängematte kannst du im Hafen oder an Bord kaufen. Die Fahrt kostet umgerechnet zwischen 35 und 50 Euro, in denen die Verpflegung inkludiert ist. 

Da diese Art des Reisens hauptsächlich von Einheimischen in Anspruch genommen wird, hast du in den Tagen an Bord genügend Möglichkeiten, die lokale Kultur kennenzulernen und interessante Bekanntschaften zu knüpfen. Je nach Art der Fracht kann es sein, dass du das Schiff mit Schweinen und Hühnern oder Baumaterial und Autos teilst. In jedem Fall wirst du für die langwierige Anreise mit unvergesslichen Eindrücken des Amazonas-Regenwaldes, abgelegenen Dörfern und atemberaubenden Sonnenuntergängen belohnt. 

Es könnte sinnvoll sein, nicht die gesamte Strecke nach Iquitos zurückzulegen, sondern bereits in der Kleinstadt Nauta von Bord zu gehen. Diese liegt direkt vor den Toren der Reserva Nacional Pacaya Samiria, und viele Touranbieter sowie die meisten Flusskreuzfahrten starten ihre Expeditionen von hier aus. Außerdem findest du rund um Nauta einige schöne Eco-Lodges. Iquitos erreichst du von Nauta aus auf dem Landweg in etwas unter zwei Stunden Fahrzeit. 

Wie viele Tage sollte ich für Pacaya Samiria einplanen?

Wie viele Tage benötigt man, um das Pacaya Samiria Naturreservat zu erkunden? Da die Anreise nach Iquitos und dann weiter über den Fluss zum Naturschutzgebiet sehr zeitintensiv und anstrengend ist, würden wir dir empfehlen, als absolutes Minimum drei Tage für deinen Aufenthalt einzuplanen. 

Du solltest nämlich bedenken, dass bei einem dreitägigen Aufenthalt der erste und der letzte Tag zu einem großen Teil für die Anreise von Iquitos zur Reserva Nacional Pacaya Samiria bzw. zurück nach Iquitos in Anspruch genommen werden.

Unsere Meinung ist, dass mindestens fünf bis sieben Tage erforderlich sind, um einen guten Eindruck vom Amazonas-Regenwald zu gewinnen, Begegnungen mit den indigenen Völkern von Pacaya Samiria zu erleben und ausreichend Gelegenheit zu haben, die Wildtiere des „Jungles der Spiegel“ zu beobachten. 

Nach oben hin ist dein Aufenthalt in und um Pacaya Samiria nur durch deine Zeit, dein Budget oder deine Aufenthaltsgenehmigung für Peru begrenzt. 

Wie kann ich Pacaya Samiria erkunden?

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, das Pacaya Samiria Reservat zu erkunden. 

Die erste Option ist, in einer der Eco-Lodges am Rande des Nationalparks zu übernachten und von dort aus mit Guides Exkursionen in den Dschungel von Pacaya Samiria zu unternehmen. Einige umweltfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten stellen wir dir weiter unten im nächsten Abschnitt vor.

Die zweite Option ist die Variante für Abenteurer. Begleitet von einem einheimischen Naturguide, dringst du tief in das Naturreservat vor, campst direkt im Urwald oder übernachtest in typischen Häusern der indigenen Community tief im Inneren von Pacaya Samiria. Während dieser Dschungelexpedition kannst du Piranhas fischen, Wasser aus Lianen trinken und nachts auf die Suche nach Kaimanen und Taranteln gehen.

12-tägiges privates Dschungelabenteuer in das Herz der Reserva Nacional Pacaya Samiria

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5-tägige private Expedition durch den Pacaya Samiria Nationalpark

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4-tägige private Amazonas Wildtier Tour durch den Pacaya Samiria Nationalpark

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Die dritte Option, die in den meisten Fällen die teuerste ist, besteht darin, eine Flusskreuzfahrt zu unternehmen. Der Vorteil besteht darin, dass du täglich mehrere Orte entlang des Schutzgebietes ansteuern und das Innere von Pacaya Samiria mit den wendigen Beibooten oder dem Kajak erkunden kannst. Die Exkursionen bei Tag und Nacht werden von erfahrenen Naturführern begleitet, die aufgrund ihrer Erfahrung stets wissen, wo die Chancen am höchsten sind, die verschiedenen Urwaldbewohner zu beobachten, und dich vor dir unbekannten Gefahren schützen. 

Wann ist die beste Reisezeit für eine Amazonas Kreuzfahrt?
Die beste Reisezeit für eine Amazonas-Kreuzfahrt ist von Juni bis November während der Trockenzeit. Zu dieser Zeit ist der Wasserstand niedriger und das Wetter stabiler. Während der Regenzeit von Dezember bis Mai gibt es mehr Niederschläge und höhere Wasserstände.

Wir haben für dich einige Amazonas-Kreuzfahrten mit tollen Aktivitäten in und um den Nationalpark Pacaya Samiria ausgewählt:

8-tägige Amazonas Kreuzfahrt auf der Zafiro

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7-tägige Amazonas Kreuzfahrt auf der La Perla

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4-tägige Amazonas Kreuzfahrt auf der Delfin II

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Unabhängig von der gewählten Option ist es wichtig, dass du respektvoll mit der Natur und den Einheimischen umgehst und darauf achtest, keine Spuren zu hinterlassen oder den Lebensraum der Tiere zu stören. Mit einer nachhaltigen Einstellung und einem offenen Geist kannst du ein unvergessliches Abenteuer im Amazonas-Regenwald erleben.

Nachhaltige Hotels & Unterkünfte nahe der Reserva Nacional Pacaya Samiria buchen

Besonders geeignet zur Erkundung des Pacaya Samiria Naturschutzgebiets sind Eco-Lodges, die sich rund um Nauta befinden – flussaufwärts in den Randgebieten des Naturreservats und flussabwärts in der Nähe des Geburtsortes des Amazonas-Flusses bei San Joaquín de Omaguas. Diese Lodges bieten Exkursionen in der näheren Umgebung an.

Unsere empfohlene nachhaltige Unterkunft am Rande von Pacaya Samiria

Pacaya Samiria Amazon Lodge

Pacaya Samiria Amazon Lodge - Eco Lodge nahe der Reserva Nacional Pacaya Samiria, Peru

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Tendenziell günstigere Unterkünfte wirst du direkt in der Amazonas-Metropole Iquitos finden. Diese eignen sich neben Tagesausflügen besonders gut, um sich vor Antritt einer Flusskreuzfahrt oder anderen Abenteuern im Amazonas-Regenwald zu akklimatisieren.

Unsere empfohlene nachhaltige Unterkunft in Iquitos

Amazon Oasis Floating Lodge

Amazon Oasis Floating Lodge - Eco Lodge nahe Iquitos, Peru

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Auch flussabwärts von Iquitos in Richtung der Grenze zu Kolumbien und Brasilien bietet der Amazonas einige großartige Ecolodges.

Unsere empfohlene nachhaltige Unterkunft

Amak Iquitos Ecolodge

Amak Iquitos Ecolodge - Eco Lodge am Amazonas in Peru

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ÖKO TIPP

Die Erdölindustrie hat im peruanischen Amazonasgebiet erhebliche Schäden verursacht. Die Ölfirmen haben den Regenwald gerodet, um Pipelines und Infrastruktur zu bauen, was zu einer erheblichen Störung der Ökosysteme und zur Zerstörung von Lebensräumen geführt hat. Zudem kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Ölunfällen, da die veralteten Pipelines im tropischen Klima vor sich hin rosten.

Besonders betroffen von den Auswirkungen ist die indigene Bevölkerung, die von den natürlichen Ressourcen des Regenwaldes abhängig ist. Das austretende Öl kontaminiert Flüsse und Böden und gefährdet damit die Gesundheit und Lebensgrundlage der betroffenen Amazonasgemeinden. Die Verursacher weigern sich, Verantwortung für die katastrophalen Schäden an der Natur zu übernehmen oder die indigenen Gemeinden angemessen zu entschädigen. 


Reserva Nacional Matsés

Nachhaltige Reise in den Amazonas Regenwald von Peru: Reserva Nacional Matsés

Die Reserva Nacional Matsés ist ein Schutzgebiet an der Grenze zu Brasilien, das das indigene Volk der Matsés und einen Teil seines traditionellen Jagdgebiets zwischen den Ucayali und dem Grenzfluss Javari vor äußeren Einflüssen und Zerstörung bewahren soll. 

Vor der offiziellen Etablierung des Reservats im Jahr 2009 kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den Matsés-Indianern und der peruanischen Regierung. Das indigene Volk wehrte sich gegen Abholzung und Ausbeutung ihrer Gebiete und wurde in den 1960er Jahren mit Napalmbomben und der Zerstörung ihrer Gemeinschaftshäuser durch die Armee bestraft. 

Die Matsés sind auch als Katzenmenschen oder Jaguar-Stamm bekannt, da sie sich mit charakteristischen Gesichtstattoos und „Schnurrhaaren“ verzieren, um dem Jaguar, ihrem Totemtier, zu ähneln.

Sie nahmen erst im Jahr 1969 permanenten Kontakt mit der Außenwelt auf. Doch auch heute gibt es einzelne nomadische Matsés-Clans, die es vorziehen, unkontaktiert zu bleiben. Sie fliehen, wenn sie Außenseiter sehen, und verwischen ihre Spuren mit Blättern und Stöcken, um unbehelligt zu bleiben.

Wie kann ich die Jaguar-Menschen besuchen?

Manche Matsés-Communities heißen Touristen, die das Abenteuer suchen, in ihrer Mitte willkommen, um ihnen ihre Kultur und die reiche Fauna und Flora des Reservats näherzubringen und durch die gewonnenen Einnahmen Schulen und medizinische Einrichtungen zu finanzieren.  

In einer 15-tägigen-Expedition kannst du Teil eines Matsés-Stammes werden und Erlebnisse sammeln, von denen du noch deinen Enkeln erzählen wirst.

Die Tour beginnt am Militärflughafen von Iquitos, von wo du mit einem Kleinflugzeug zum Dschungeldorf Colonia Angamos am nördlichen Rand des Matsés Reservats, direkt an der Grenze zu Brasilien, fliegst.

Dort lernst du die Mitglieder des Matsés-Stammes kennen, die dich auf deiner Expedition begleiten werden. Nachdem Proviant und Vorräte organisiert wurden, geht es am nächsten Tag in einer achtstündigen Bootsfahrt über den Galvéz Fluss tief in das Stammesterritorium der Matsés-Indianer.

In den nächsten Tagen wirst du Teil des Alltags der Jaguar-Menschen. Du wirst bei einer Matsés-Familie leben und schlafen, ihre Gebräuche und Rituale kennenlernen, mit ihnen Piranhas fischen und mit Pfeil und Bogen jagen, lernen Heilpflanzen zu identifizieren und Dschungelfrüchte ernten

Wenn du auf der Suche nach einem sinneserweiternden Erlebnis bist, hast du auch die Möglichkeit an einem Kambô-Ritual teilzunehmen oder ihm einfach nur beizuwohnen. Beim Kambô wird dem Teilnehmer das Hautsekret des Riesenmakifrosch über kleine Brandwunden “injiziert”. Der “Froschimpfstoff” zeigt sofort seine Wirkung. Nach einer heftigen Immunreaktion auf das Froschgift soll sich ein Zustand der völligen Klarheit und Schmerzlosigkeit einstellen.

Die Matsés nutzen diesen Zustand, um mit geschärften Sinnen und erhöhter Ausdauer ihren Jagderfolg zu steigern. Viele Menschen, die das Kambô-Ritual am eigenen Körper erlebt haben, bezeichnen es als „Wiedergeburt in ein besseres Leben„. Aus diesem Grund erfreut sich diese Praktik mittlerweile auch in esoterischen Kreisen und gewissen Yoga-Schulen großer Beliebtheit.  

Eine weitere Praktik, an der du optional teilnehmen kannst, ist die Nënë-Zeremonie. Dabei wird mittels Blasrohr eine Pulvermischung aus Tabak und der Rinde des Cacahuilo-Baums in die Nase geblasen. Neben dem belebenden Pulver sollen auch der Geist und die Erfahrung des Gegenübers aufgenommen werden. Auch dieses Ritual soll dazu beitragen, den Jagderfolg zu steigern.

Die letzten Tage deines Aufenthalts bei den Matsés-Indianern verbringst du damit, bei einer 50 km langen Wanderung durch den Regenwald deine erlernten Fähigkeiten in die Praxis umzusetzen. Du wirst Flüsse überqueren und jeden Abend ein Camp im Dschungel errichten. Das Ziel des Marsches ist Requena am Ucayali Fluss. Dort nimmst du Abschied von deiner Matsés-Familie und kehrst mit einem Speedboot und einem Bus via Nauta nach Iquitos zurück.

15-tägige Expedition zum Stamm des Jaguars

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Du möchtest während deiner Zeit im peruanischen Amazonas nicht nur den Matsés-Stamm und dessen Kultur kennenlernen, sondern auch andere indigene Volksgruppen und ihre Lebensweise hautnah erleben? Dann bietet sich eine 12-tägige Tour an, bei der du neben den Matsés auch die Stämme der Yaguas, Urarinas und Jibaros besuchst:

12-tägige Expedition zu den indigenen Völkern im Amazonas von Peru

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Rettet den Amazonas Armband von Weltfreund

3 € Spende gehen an Amazon Watch zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes und seiner Bewohner.

Reserva Nacional Tambopata

Nachhaltige Peru Amazonas Tour: Reserva Nacional Tambopata

Unsere Reise durch das Amazonasbecken führt uns nun weiter in den Südosten von Peru. An der Grenze zu Bolivien in der Region Madre de Dios liegt die Reserva Nacional Tambopata. Dieses 275.000 Hektar große Naturschutzgebiet ist im Gegensatz zu den nördlichen Amazonasgebieten von Peru auch über den Landweg erreichbar. Das Reservat, benannt nach dem Fluss Tambopata, erfreut sich besonders bei Vogelfreunden großer Beliebtheit. Mit über 600 Vogelarten – viele von ihnen endemisch – ist die Artenvielfalt hier besonders groß. Doch auch große Säugetiere, wie Jaguare, Tapire, Riesenotter oder Capybara findest du hier. 

Eine Besonderheit von Tambopata sind die Altwasser oder Ox-Bow-Seen. Diese U-förmigen Seen entstehen, wenn eine Flussschleife beim Durchbruch eines Mäanders vom Hauptstrom abgetrennt wird und so ein stilles Gewässer entsteht. Der bekannteste dieser Seen im Naturreservat Tambopata ist der Lago Sandoval. Hier hast du gute Chancen, Riesenotter und schwarze Kaimane, die größten Vertreter in der Familie der Alligatoren, zu beobachten.

Der Tambopata Nationalpark bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, doch die wohl bekannteste und beeindruckendste ist „El Chuncho„, eine gigantische Lehmwand am Ufer des Rio Tambopata. Jeden Morgen versammeln sich dort hunderte farbenfroher Papageien, um das Mineralienangebot als Salzlecke zu nutzen.

Von einer Flussinsel gegenüber der Lehmwand aus hast du die Möglichkeit, dieses Naturspektakel hautnah zu erleben. Vom kleinen Sittich bis zum majestätischen Ara fliegen hier viele Papageienarten mit lautem Krächzen über deinen Kopf, um ihren Bedarf an Mineralstoffen zu decken. Das aufgenommene Mineralsalz hilft den Tieren dabei, Giftstoffe zu neutralisieren. Besonders beeindruckend sind die drei hier vertretenen Arten von Aras – der Scharlachara, der Grünflügelara und der Gelbbrustara.

Ein weiteres Highlight des Tambopata Nationalparks sind die hängenden Brücken hoch in den Baumwipfeln der Urwaldriesen. An mehreren Stellen des Nationalparks errichtet, ermöglichen sie dir ein hautnahes Erleben der Urwaldbewohner wie Affen oder Vögel. 

Wie komme ich zum Tambopata Nationalpark?

Alle Touren in den Tambopata Nationalpark starten in Puerto Maldonado, der ehemaligen Kautschuk- und Goldschürferstadt und Hauptstadt der Region Madre de Dios. 

Du kannst Puerto Maldonado entweder per Flugzeug oder über den Landweg erreichen.

Flugverbindungen gibt es aus Perus Hauptstadt Lima (LIM) und aus Cusco (CUZ).

Flug von Europa nach Puerto Maldonado

Der nächstgelegene internationale Flughafen, um den Tambopata Nationalpark zu erreichen, ist der Flughafen Lima (LIM). Hier kannst du deinen Flug planen:

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Von Lima aus gibt es einen regelmäßigen Flug nach Puerto Maldonado (PEM):

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Per Fernbus nach Puerto Maldonado

Wenn du mehr Zeit hast und Geld sparen möchtest, ist die Anreise per Fernbus eine überlegenswerte Alternative, die auch deinen ökologischen Fußabdruck minimiert. Der Bus von Cusco nach Puerto Maldonado bietet sich besonders an, wenn du deine Expedition in den Tambopata Nationalpark mit einem Besuch von Machu Picchu kombinieren möchtest.

Die Fahrt im komfortablen Bus mit On-board-Unterhaltung dauert zwischen acht und zehn Stunden. Doch dank der atemberaubenden Landschaft und des großartigen Amazonas-Panoramas, das du bei der Fahrt aus dem Andenhochland in die Dschungelebene erleben wirst, vergeht die Zeit wie im Flug.  

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Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch im Tambopata Nationalpark?

Im Tambopata Nationalpark gibt es zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit von Mai bis Oktober und die Regenzeit von November bis April. Die beste Zeit, um Tambopata zu besuchen, ist der Mai, da es hier noch nicht so heiß ist wie in der Mitte der Trockenzeit und die Vegetation von der vorhergehenden Regenzeit noch saftig grün ist. Aber auch der Oktober ist eine angenehme Zeit für einen Besuch im Nationalpark.

Weniger empfehlenswert sind November und Dezember, da in diesen Monaten der meiste Regen fällt, sowie Juli und August, wo es besonders heiß ist. 

Wann kann man die meisten Tiere in Tambopata sehen?: Wie so oft kommt es darauf an. Wenn du besonders viele Aras und andere Papageien an den Salzlecken sehen möchtest, ist die Trockenzeit der bessere Zeitpunkt für einen Besuch. In der Regenzeit wiederum sind die Chancen besser, Amphibien, schwarze Kaimane und Riesenotter zu sehen. Viel wichtiger als das Wetter ist aber ein erfahrener Guide, der weiß, wann und wo er bestimmte Tierarten des Amazonas findet.

Wie viele Tage sollte ich für Tambopata einplanen?

Für den Amazonas-Regenwald gilt die Regel, dass du die besten Chancen hast, eine große Anzahl an Wildtieren zu sehen, je weiter du von den Städten entfernt bist und je mehr Zeit du im Dschungel verbringst. Deshalb ist die Antwort auf die Frage, wie viel Zeit du für Tambopata einplanen solltest: So lange wie möglich, aber mindestens vier Tage, um einen kleinen Einblick in einen der ursprünglichsten Urwälder der Welt zu bekommen.

Wie kann ich Tambopata erkunden?

Um Tambopata zu erkunden, hast du im Grunde zwei Möglichkeiten. Entweder du buchst eine Unterkunft in oder um Puerto Maldonado und unternimmst per Boot geführte Tagesausflüge in der Gruppe oder mit einem privaten Guide, oder du entscheidest dich für eine nachhaltige Eco-Lodge tief im Dschungel. Im nächsten Abschnitt stellen wir dir passende Unterkünfte für beide Optionen vor.

Der Vorteil von Tagesausflügen ist, dass du innerhalb kurzer Zeit einen Überblick über die natürlichen Wunder des Tambopata Naturreservats gewinnen kannst. Wenn dein Naturguide viel Erfahrung hat, steigen auch die Chancen, eine Vielzahl von Tieren des Amazonas-Regenwaldes zu entdecken. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, diese Ausflüge zu buchen. Die erste Option ist, auf eigene Faust nach deiner Ankunft in Puerto Maldonado einen Platz für deine Expeditionen zu sichern. Die meisten Touranbieter haben ihre Büros in der Avenida Leon Velarde im Bereich zwischen der Plaza de Armas und dem Río Madre de Dios.

Die zweite Option ist, die Ausflüge von deiner Unterkunft organisieren zu lassen. Hier reicht meist schon eine E-Mail im Voraus, um den Ball ins Rollen zu bringen. Bei den meisten der größeren Lodges sind die Ausflüge sogar bereits im Preis inbegriffen. Die dritte Option ist, die Expeditionen schon im Vorhinein zu buchen. Wir haben ein paar interessante Touren herausgesucht, die dir einen guten Überblick über die Highlights der Reserva Nacional Tambopata ermöglichen werden:

3-tägiges Tour inklusive Besuch der Ara-Salzlecken von Chuncho und Junge-Wanderungen (zwei Übernachtungen in Jungle Lodge)

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4-tägige Tambopata All in One Tour inklusive Besuch des Lago Sandoval und der Ara-Salzlecken (drei Übernachtungen in Eco-Lodges)

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3-tägige Eco-Tour inklusive Besuch des Lago Sandoval und der hängenden Urwald-Brücken (zwei Übernachtungen in einer Amazonas Lodge)

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Die zweite Variante, um Tambopata zu erkunden, besteht darin, sich in einer der Lodges tief im primären Regenwald einzurichten und von dort aus bei Urwaldwanderungen und Bootsausflügen Tiere zu beobachten. Je weiter weg von der Zivilisation und je länger der Aufenthalt, desto besser sind die Chancen, besonders scheue Tiere wie den Jaguar oder den Tapir zu sehen.

Das Tambopata Research Center ist hier besonders hervorzuheben. Du reist 140 km per Auto und Boot von Puerto Maldonado tief in den Peruanischen Urwald, um diese Forschungsstation, die bereits seit über 30 Jahren die Tiere von Tambopata erforscht, zu erreichen.

Die Institution ist besonders bekannt für ihre Forschungstätigkeit über die Aras und ihre Lebensweise und ermöglicht auch Öko-Touristen, den Urwald so zu erleben, wie es sonst nur Zoologen und Botanikern vorbehalten ist.

Ähnliche Erlebnisse bieten die Jungle Lodges Posada Amazonas und Refugio Amazonas, die mit 45 km und 80 km etwas näher an Puerto Maldonado liegen. 

Die besten Chancen für die Sichtung von Jaguaren, den meisten Ara-Spezies, vielen Affenarten, wie den Roten Brüllaffen oder Klammeraffen, oder Capybaras hast du rund um das abgelegene Tambopata Research Center. Besonders gute Chancen, Hoatzins, schwarze Kaimane oder Riesenotter zu entdecken, hast du um die Posada Amazonas Lodge. Baumfrösche und Harpyie-Adler werden am häufigsten bei der Refugio Amazonas Lodge gesichtet.

Etwas näher an Puerto Maldonado, am Madre de Dios Fluss gelegen, findest du die beiden Concesiones para Ecoturismo Inkaterra Reserva Amazónica und EcoAmazonica. Dies sind geschützte Gebiete, die vom peruanischen Staat an Private verpachtet werden, um nachhaltigen Tourismus zu betreiben. Hier findest du Angebote, um diese Schutzzonen mit ihren Gipfelwanderwegen zu entdecken:

Die Möglichkeiten, Tiere im Tambopata Naturreservat zu beobachten, sind vielfältig. Es liegt an dir, zu entscheiden, welche Option am besten zu deinem Reisestil und deinen Interessen passt.

Nachhaltige Hotels & Unterkünfte in der Reserva Nacional Tambopata buchen

Wie bereits erwähnt, hast du die besten Chancen, möglichst viele Regenwaldtiere zu beobachten, wenn du dich in einer Eco-Lodge tief in der Reserva Nacional Tambopata einquartierst.

Wir empfehlen, die drei bereits oben erwähnten Tambopata Lodges

Tambopata Research Center

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Posada Amazonas Lodge

Posada Amazonas Lodge - Öko Hotel am Rio Tambopata, Peru

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Refugio Amazonas Lodge

Refugio Amazonas Lodge - Amazonas Lodge am Rio Tambopata, Peru

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Falls du eher an Tagesausflügen interessiert bist und deinen Geldbeutel schonen möchtest, empfehlen sich Unterkünfte in der Amazonas-Metropole Puerto Maldonado.

Unsere empfohlene nachhaltige Unterkunft in Puerto Maldonado

Kapievi Ecovillage

Kapievi Ecovillage - Puerto Maldonado Umwelthotel

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Entlang des Río Madre de Dios in Richtung Lago Sandoval gibt es auch interessante Eco-Lodges.

Unsere empfohlene nachhaltige Unterkunft am Río Madre de Dios

Inkaterra Guides Fieldsation

Amazon Field Station by Inkaterra - Puerto Maldonado grünes Hotel in Madre De Dios

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Nationalpark Manú

Nachhaltige Reise in den Amazonas Regenwald: Nationalpark Manú

Trotz jahrzehntelanger intensiver Forschung werden im Nationalpark Manú immer noch neue Pflanzen- und Tierarten entdeckt. Mit 2.000 bis 5.000 Pflanzenarten, über 1.300 Schmetterlingsarten, über 1.000 Vogelarten (ca. 10% aller weltweiten Vogelspezies), fast 300 Reptilien- und Amphibienarten (ein Weltrekord an Biodiversität für diese Tiergruppen) und über 200 Säugetierarten ist der Nationalpark Manú einer der artenreichsten Orte der Erde. Kein Wunder also, dass die UNESCO Manú zum Biosphärenreservat und zum Weltnaturerbe erklärt hat. 

Ein wichtiger Grund für die atemberaubende Biodiversität des Nationalparks ist die Vielfalt an Lebensräumen, die auf relativ kleinem Raum vereint sind. Neben dem Flusshabitat des Río Manú Beckens und dem tropischen Tieflandregenwald, der es umgibt, wird der Nationalpark durch die östlichen Anden mit ihren Nebelwäldern geprägt. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Unversehrtheit dieser Lebensräume, die damit begründet ist, dass bis heute keine Straßen durch den Manú Nationalpark führen und die Kernzonen streng geschützt sind.   

Auch historisch hat Manú einiges zu bieten. So soll das Gebiet des heutigen Nationalparks, nach der Gefangennahme und Hinrichtung des letzten Herrschers der Inka durch die spanischen Konquistadoren, ein sagenumwobener Rückzugsort der verbliebenen Elite des Inkareiches gewesen sein. Dabei sollen sie ihre heiligen Objekte aus Silber und Gold in den Regenwald mitgenommen haben. Etliche Expeditionen während der Kolonialzeit und auch danach, die versuchten, diese Schätze zu finden, blieben erfolglos.

Ebenfalls interessant ist, dass sich die wahren Begebenheiten hinter Werner Herzogs Kultklassiker Fitzcarraldo (1982) mit Klaus Kinski in der Titelrolle am Rande des Manú Nationalparks zugetragen haben. Hier transportierte der Kautschuk-Baron Carlos Fermín Fitzcarrald im Jahr 1893 sein Dampfschiff Contamana über eine 11 Kilometer lange Landbrücke zwischen zwei Nebenflüssen des Manú und des Urubamba Flusses. Dieser Publicity-Stunt sollte beweisen, dass die Kautschuk-Metropolen Iquitos und Puerto Maldonado über diesen neu erschlossenen Warenweg miteinander verbunden werden können und der Kautschuk des südlichen peruanischen Amazonasbeckens über diesen Weg an die Atlantikhäfen der Amazonasmündung transportiert werden kann.

Wie kann ich den Nationalpark Manú besuchen?

Wie bereits erwähnt, ist der Nationalpark Manú streng geschützt. Aus diesem Grund dürfen über 80 Prozent des fast 19.000 km² großen Biosphärenreservats mit Ausnahme von unkontaktierten Indianerstämmen und Forschern mit Sondererlaubnis nicht betreten werden. Rund 15 Prozent des Nationalparks dürfen von Forschern und einer begrenzten Anzahl von Touristen aufgesucht werden. Die restlichen fünf Prozent sind hauptsächlich von Indigenen besiedelt und können zum großen Teil touristisch besucht werden.

Die Anreise zum Nationalpark Manú ist entweder über einen Andenpass von Cusco kommend am Straßenweg oder über den Straßen- und Wasserweg aus Puerto Maldonado möglich.     

Vor Ort gibt es eine Handvoll Lodges, die Expeditionen in den für Touristen zugänglichen Teil des Naturschutzgebiets organisieren.

Unsere empfohlene nachhaltige Unterkunft in der nähe des Manú Nationalparks

Manú Gallito de las Rocas

Manú Gallito de las Rocas - nachhaltige Unterkunft in der nähe des Manú Nationalparks

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Wenn du dich besonders für die Vogelwelt interessierst, können wir dir folgende Tour wärmstens empfehlen, bei der du Vögel in den verschiedenen Habitaten des Manú Nationalparks beobachten kannst:

Vogelbeobachtungstour – Vom Nebelwald bis zum Regenwald im Manú Nationalpark

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Karte für deine nachhaltige Reise in den peruanischen Amazonas

Amazonas in Peru: Karte Nationalparks und Orte für deine nachhaltige Reise in den peruanischen Amazonas
Klicke auf die Karte, um sie in Google Maps zu öffnen. Du kannst dann Wegbeschreibungen zu allen in diesem Artikel beschriebenen Naturschutzgebieten im Amazonas von Peru aufrufen.

Wir hoffen, du hast diesen Guide für deine nachhaltige Reise in den Amazonas von Peru hilfreich gefunden. Hier findest du alle unser Artikel über umweltfreundliche Reisen nach Peru.

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